die finger glitten langsam über die tastatur. unrhytmisch erklang das leise klicken, dass dem tippenden die sicherheit gab die tasten erwischt und ein zeichen gesetzt zu haben. zeichen um zeichen entstand da etwas vor augen, dem das geistige auge nur wenig vorraus war. das häufige zögern war ein deutliches zeichen für einen kreativen prozess, dessen produkt hier bevor es durch die unschärfe der inneren sichtweise verzerrt werden konnte, in bits gebannt wurde.
weiterlesen ‘kurzgeschichte’
wie morsezeichen klingts von der pfütze
vom autodach und meiner mütze
was das land zu tränken sucht
bald mein ertrinken für sich verbucht
- th rhymes
grün, braun und vergängliches rot
der herbst färbt das blätterdach
eichhörnchen suchen ihr täglich brot
getrübtes licht hält kaum noch wach
- th rhymes

wenn die welt an mir vorüberzieht
gedanken an bäumen hängen bleiben
wenn mein denken ganz mir flieht
dann muß ich mir die augen reiben
denn dann hat es der rhytmus
auf mein bewußtsein abgesehen
und wenn ich auch mit muß
in gedanken bleib ich stehen
- th rhymes

alte blätter - windgetrieben - reigentänze kindisch lieben .
- th rhymes
inmitten
unbewegter stille
ein bewegter wille
durch
räumliche weiten
blicke gleiten
dabei
schwindet zeit
gern gibt man das geleit
lange - weile
- th rhymes
bebende wimpern - ein zittern
in nicht ‘mal sekunden - nur schnell
als ob sie beute wittern
augen fokusieren mich - bläulich hell
hieltst’ mich im bann - gefangen
ohne krallen und doch mit kraft
ohne angst ertrug ichs - ohne bangen
mein sinn - erregt, gestrafft
dem süßen raubtier ganz erlegen
ergab ich mich - ja, als sein fraß
ein wenig lethargisch - doch verwegen.
bis ich die zeit, die welt, ja selbst mich vergaß.
- th rhymes
der sommer naht.
noch nicht geboren -
hat ihm das jahr
doch schon geschworen
“du stirbst einen langsamen tot,
dein blut färb dann die blätter rot!”
- th rhymes
ein tropfen, tropfen, regenschauer
doch tage, abende - immer lauer
der frühling schlägt mit farben zu
und stört des alten winters ruh.
- th rhymes