wie selbstverständlich war es da. mein selbstverständnis - das ist klar - war damit sofort dahin. und ich stecke mitten drin. der drang nach symmetrie im kopf packt mich an meinem schopf und zärrt mich mit roher gewalt einher. mein herz, mein kopf, ich fühl mich schwer. bestimmend, geißelnd leitets mich, wie eines ochsenstachels stich, drängt mich in die eine richtung, in den wald, weg von der lichtung. auf der lagernd ich mich wärmte, von sonne, blumen freudig schwärmte. wo mein herz noch weilen mag, während ich mich im inneren plag. nun bin ich fern vom sonnenlicht, im unterholz im wilden dickicht. im schatten, trüb nur und kalt, find ich keinen inneren halt. bricht durch die blätter auch die sonne - sie sticht. sie schmerzt obwohl doch wonne. das helle funkeln, zieht mich - bindet. vom kontrast nun halb erblindet such' ich, starre in die ferne was war es? was hatte ich so gerne? war es? hatte ich? oder nicht? langsam trübt sich meine sicht. verdrängt in mir - der sinn nach sonne. es bleibt nicht viel gewinn, noch wonne ich denk nur mehr: "nicht ermatten!", und suche mir doch einen platz im schatten langsam macht sie sich breit. allein' in mir bleibt einsamkeit. - Thomas Prikowitsch |