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archiv - March, 2005



2005 03 31

kalte luft auf meinen wangen
fischgeruch in der luft
uni am morgenmarkt

hakodate - mit dem vorsatz dort zu frühstücken erforschen wir den morgenmarkt. grabben, grabben, muscheln, grabben, und was für grabbem riesengrabben. roher seeigel schmeckt nach meer. wir probieren uns durch und bleiben dann bei einem lokal hängen. das milcheis sparen wir uns denn doch. achja.. am markt wird man als kunde mit großer bruder - o:nisan - oder große schwester - o:nesan - angesprochen.
auf der zugreise begleiten uns bentoboxen, die zu einem vernünftigen preis am bahnhof erworben werden können.
morioka - das business-hotel im bahnhof hat immerhin ein high-tech-klo, das große kaufhaus unmittelbar daneben überzeugt uns schon eher davon daß in japan ein umgekehrtes nord-südgefälle besteht. moderner, größer, schöner. ein im 2. weltkrieg eingeschmozlener dichter zierte einst den ehemaligen burghügel, der zur kirschblüte sicher der anziehungspunkt hier ist. koreanisch essen ist scharf und gut.





2005 03 30

auf in den vermeintlich warmen süden
auf reisen in schnellen zügen
abschied von heißen quellen

yubari - das letzte traditionell frühstück mit miso-shiro, natto, japanischen pickels und all dem fisch und all dem …. och… und dann los auf zum bahnhof,über kaffeespendende umwege.
hakodatehakodate - das nächste ziel ist ein paar zugstunden entfernt. eine hafenstadt an der südspitze hokkaidos. nur 1000m landenge zwischen dem pazifik und dem japanisch- chinesischen meer. vorbei an einem vulkan, der vor dem letzten ausbruch dem fuji geähnelt hat.
abends führt uns eine japanischen sing-sang beherrschende reiseführerin auf den hakodate, den gleichnamigen hausberg der stadt. toller überblick über ein funkelndes lichtermeer zwischen den meeren. vom hotel aus auch guten überblick über die stadt.
zum schluß hakodate-bier und grill-haus-leckerein bei klavierbegleitung…
überigens noch immer eisig kalt. sehr nettes hotel!

2005 03 29

kühle, feuchtigkeit und schnupfen
medizin- und taschentuchverbrauch
ein letzter winterbote?

japanische taschentücher - keine ingeneursleistung, sind so verpackt, daß man sie beim entnehmen aus der packung zerreißt, was dann beim ansetzen und schneuzen ohnehin passieren würde, könnte man es vermeiden. daher ist das hinaufziehen gesellschaftsfähig, oder grüßt man sich deswegen nicht mit handschlag? und sind die weißen masken vl. schallschutz? fragen über fragen…
ein freilichtmuseum überrascht mit europäisch anmutenden gebäuden. der gasthof, die seidenspinnerei und der fischereibetrieb sind aber nicht die einzigen traditionellen gebäude. schuheausziehen und über kalte tatamimatten wandern. überigens, löst man versehentlich auf einer japanischen toilette einen alarm aus, macht das nichts, es kommt keiner zu hilfe.
running sushi - ein vorbild für österreich. die auswahl - genial. frischeste muscheln! viel mehr von allem und vor allem auch viel mehr auf den reisbällchen.





2005 03 28

ein vogel in den lüften
nur ein punkt am horizont
dort wo ich im frühling bin

otaruotaru - bad ischl auf japanisch. schoko schoko schoko … zauner auf japanisch eigentlich, denn auch die preislage bewegt sich in zaunerschen gefielden. hokkaido ist milchgesegnet. milch hat hier überigens 4,2% fett. die stadt ist ein wenig europäisch angehaucht, man produziert und liebt auch spieluhren und andere omiyage.
getrocknete muscheln und karamellen vertreiben einem die zeit, wärend mann durch den immer noch vorhandenen schnee stapft. achja … soba gegessen… die begeisterung hielt sich hier in grenzen, sich in der suppe auflösendes tempura ist bissi sonderbar. apropos… die otarunudeln und einlagen ißt man, die flüssigkeit bleibt. kamo-udon ist nicht unbedingt udon mit ente. aber das lokal war urig.
schließlich noch einen stop bei einem japanischen interspar. japanische schulrucksäcke sind das ideal des rucksacks schlechthin. apoteke dann japanisches lokal, dann heim.

2005 03 27

Klare Luft die den Wangen schmeichelt,
Ein wasserfarbender Himmel,
Schnee wie zu viel Salz in meiner Suppe.

wir wohnen in einem ryoukan (traditionelles hotel) um einen onsen (heiße quelle) errichtet, haben einen minipool mit ständig frischem kaffeebraunen wasser im traditionell japanischen zimmer. tatamimatten, futons, schiebetüren. am-boden-sitzen, superklo (dazu später mehr) und balkon. es hat minusgrade, schneit und es macht nichts, denn es ist urlaub.
nihon no higesori ha totemo abunai desu yo. hotondo shinisou deshita. der hotelrasierer scheint es auf mein leben abgesehen zu haben. mittgas gab es also doch nicht meinen kopf sondern temaki zum selbstrollen… viel fisch und grünzeug - nein nicht nur wasabi. am boden sitzknien ist schmerzhaft und wie es unsereiner tut für die japaner scherzhaft… abends bei daisuke und fumie “fuchan” osaka-omletten… woaaahhhh und hocky.. onaka ga ippakata, irene im geliehenen kimono.





2005 03 26

chitose - yubari (bustransfer) 1h
fertiggericht beim konbini-stoa
und ab ins ofuro (mini-pool)
ein schneeverwehtes hokkaido wärmt uns mit heißen quellen. die futons sind weich der boden darunter hart. japanische fertiggerichte sind absolut gut.

dichte wolken

himmel

der himmel eine weide - die sonn’, der hirt
die wolken in woll’ger seide - schafen gleich, verirrt

- th rhymes