kalte luft auf meinen wangen
fischgeruch in der luft
uni am morgenmarkt
hakodate - mit dem vorsatz dort zu frühstücken erforschen wir den morgenmarkt. grabben, grabben, muscheln, grabben, und was für grabbem riesengrabben. roher seeigel schmeckt nach meer. wir probieren uns durch und bleiben dann bei einem lokal hängen. das milcheis sparen wir uns denn doch. achja.. am markt wird man als kunde mit großer bruder - o:nisan - oder große schwester - o:nesan - angesprochen.
auf der zugreise begleiten uns bentoboxen, die zu einem vernünftigen preis am bahnhof erworben werden können.
morioka - das business-hotel im bahnhof hat immerhin ein high-tech-klo, das große kaufhaus unmittelbar daneben überzeugt uns schon eher davon daß in japan ein umgekehrtes nord-südgefälle besteht. moderner, größer, schöner. ein im 2. weltkrieg eingeschmozlener dichter zierte einst den ehemaligen burghügel, der zur kirschblüte sicher der anziehungspunkt hier ist. koreanisch essen ist scharf und gut.

kühle, feuchtigkeit und schnupfen
medizin- und taschentuchverbrauch
ein letzter winterbote?
japanische taschentücher - keine ingeneursleistung, sind so verpackt, daß man sie beim entnehmen aus der packung zerreißt, was dann beim ansetzen und schneuzen ohnehin passieren würde, könnte man es vermeiden. daher ist das hinaufziehen gesellschaftsfähig, oder grüßt man sich deswegen nicht mit handschlag? und sind die weißen masken vl. schallschutz? fragen über fragen…
ein freilichtmuseum überrascht mit europäisch anmutenden gebäuden. der gasthof, die seidenspinnerei und der fischereibetrieb sind aber nicht die einzigen traditionellen gebäude. schuheausziehen und über kalte tatamimatten wandern. überigens, löst man versehentlich auf einer japanischen toilette einen alarm aus, macht das nichts, es kommt keiner zu hilfe.
running sushi - ein vorbild für österreich. die auswahl - genial. frischeste muscheln! viel mehr von allem und vor allem auch viel mehr auf den reisbällchen.
Klare Luft die den Wangen schmeichelt,
Ein wasserfarbender Himmel,
Schnee wie zu viel Salz in meiner Suppe.
wir wohnen in einem ryoukan (traditionelles hotel) um einen onsen (heiße quelle) errichtet, haben einen minipool mit ständig
frischem kaffeebraunen wasser im traditionell japanischen zimmer. tatamimatten, futons, schiebetüren. am-boden-sitzen, superklo (dazu später mehr) und balkon. es hat minusgrade, schneit und es macht nichts, denn es ist urlaub.
nihon no higesori ha totemo abunai desu yo. hotondo shinisou deshita. der hotelrasierer scheint es auf mein leben abgesehen zu haben. mittgas gab es also doch nicht meinen kopf sondern temaki zum selbstrollen… viel fisch und grünzeug - nein nicht nur wasabi. am boden sitzknien ist schmerzhaft und wie es unsereiner tut für die japaner scherzhaft… abends bei daisuke und fumie “fuchan” osaka-omletten… woaaahhhh und hocky.. onaka ga ippakata, irene im geliehenen kimono.
der himmel eine weide - die sonn’, der hirt
die wolken in woll’ger seide - schafen gleich, verirrt
- th rhymes