“unglück zu verkaufen, und bei glück kauf’ ichs zurück!”
ein tischchen war sein arbeitsplatz und drei becher seine angestellten. eine erbse war das werkzeug und unglück, das was er zu erzeugen pflegte. und da er ein meister im koordinieren seiner mitarbeiter war, stellte es kein problem dar mit seiner geschickten hände arbeit einen guten umsatz zu erreichen. denn die menschen, die sich um seinen arbeitsplatz drängten waren geradezu begierig ihr geld für die tägliche portion pech zu geben. spieler. und er war die bank. und sein produkt war makellos. fast. aber dafür gab es die regel: wenn ein kunde kein unglück kaufen kann, wird er mit dem kaufpreis vertröstet, damit er sich als ausgleich bei nächster gelegenheit die doppelte ration unglück leisten kann.
die wenigen mangelhaften unglücke, die in glück ausschlugen und die er seinen kunden mit geld abgelten mußte, fielen kaum ins gewicht. und kaum ein kunde war so enttäuscht über ein mißlungenes unglück, daß er nicht gerne bereit war seinen glücks-finder-lohn gleich wieder für ein unglück einzutauschen. bis … ja bis zu diesem moment am nachmittag nach einem bisher produktiven samstag dem vierzehnten. ein junger mann tritt an den tisch und bittet indirekt um unglück.
“ich will es versuchen.”, sprudelt es aus seinem mund. die becher werden umgedreht, einer bekommt das werkzeug zum tragen. der werkzeugträger wird noch einmal kenntlich gemacht, dann geht es los - wahre handarbeit. die flinken hände haben das unglück in windeseile scheinbar zu einem zopf geflochten. unglück bedeutet nun nur noch den müden werkzeugträger in ruhe zu lassen und es sich von den anderen mitarbeitern liefern zu lassen. der kunde darf wählen, wer es liefern soll. man muß sogar erst nach der lieferung bezahlen - normalerweise. diesmal aber kommt es nicht zu einem erfolgreichen geschäftsabschluß.
der kunde erwischt den ermüdeten werkzeugträger und bekommt daher kein unglück mehr geliefert, daß sein geld wert wäre. dafür ist der gute ja nun nicht zuständig - zu liefern -, da er ja schon so viel arbeit hatte. man liefert glück. die hausregel kommt zur anwendung. der kunde ist aber auf den pr-gag eingegangen und will es noch einmal versuchen. er möchte gleich doppeltes unglück kaufen. daher läßt er das als ausgleich erhaltene geld am tischchen liegen und legt das geld dazu, daß er ursprünglich zu investieren bereit war. solcherart motiviert machen sich die mitarbeiter unter leitung des geschäftsführers wieder an die arbeit. doch wie es ein schlechter tag so will, muß der geschäftsleiter wieder für ein glück des kunden aufkommen.
nach einiger zeit beschließt die fimenleitung das werkzeug einzusparen, dadurch stünden dem kunden alle mitarbeiter zur verfügung makellose ware auszuliefern. schließlich ist es ja nur die unvernunft des kunden der immerzu darauf zu bestehen scheint, den werkzeugträger zu überlasten. doch der unverständlicherweise nun noch erboste kunde fordert, daß mit dem werkzeug gearbeitet wird und stellt sicher, daß es sich am platz befindet. nach einigen versuchen kommt die geschäftsleitung zu dem schluß daß sie für diesen tag pleite ist und mit solchen kunden ohnehin nicht zusammenarbeiten kann, packt den arbeitsplatz und die mitarbeiter ein und macht sich - ob des schlechten geschäfts - mürrisch auf den heimweg.
- th rhymes




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